Information über die Akupunktur

Im Westen ist aus der chinesischen Medizin die Akupunktur zuerst bekannt und am stärksten beachtet worden.

1971 gingen die Bilder des Journalisten James Raston um die Welt, der, in der Begleitung mit dem US-Präsident Nixon, nach China gereist war und sich den Blinddarm entfernen ließ. Dabei war er durch Akupunktur nur lokal betäubt und konnte sich während der Operation unterhalten.
In Jahrtausenden haben die Chinesen durch Erfahrung gelernt, dass die Energie des Körpers in einem Netz von Energiebahnen, den Meridianen, fließt und diese sich an bestimmten Punkten beeinflussen lassen. Teilweise verlaufen sie im Inneren des Körpers, teilweise direkt unter der Haut.

Jeder Meridian ist mit bestimmten Organen verbunden. Eine Nadel im Akupunkturpunkt regt den Energiestrom der Organe an und bringt ihn ins Gleichgewicht. Aufgrund der Jahrtausende alten Erfahrung lassen sich diese Punkte genau definieren und deren Wirkungsweise präzise bestimmen.

Die Akupunktur kann als die Kunst verstanden werden, durch Stimulierung der Energiepunkte des Körpers in bester Gesundheit zu leben. Dies ermöglicht es, unsere Energie zu harmonisieren, indem ihre Zirkulation im Organismus gefördert wird.
Ein Energieüberschuss, der durch ein gestörtes Organ entstanden ist, kann auf dem Meridian, an einem ganz bestimmten Punkt oder einer bestimmten Zone, einen Schmerz hervorrufen. So verursacht eine Gallenblasenfunktionsstörung eine erhöhte Energiezufuhr, die eine Migräne hervorrufen kann. Die schmerzenden Schläfen liegen auf der Energie-Bahn, die der Gallenblase zugeordnet wird.

Wenn man beispielsweise mit einem Zahnstocher oder einer Stricknadel vorsichtig die Region um einen Punkt herum abtastet, bemerken empfindliche Menschen beim Treffen des Punktes ein besonders intensives Druck- oder Schwellungsgefühl, welches ein wenig ausstrahlt.
Die Akupunkturpunkte sind sensibler als die Umgebung. Damit sie verlässlich gefunden werden können, haben westliche Forscher Messgeräte entwickelt. Es stellte sich heraus, dass alle Akupunkturpunkte einen verminderten Hautwiderstand haben. Ein Punkt lässt sich also dadurch finden, dass die Region abgemessen wird. Dort, wo der Hautwiderstand am geringsten ist, befindet sich ein Akupunkturpunkt. Auf diese Weise werden einige hundert Punkte gefunden.
Die traditionelle chinesische Akupunktur hat 361 Punkte , die auf 12 Meridianen liegen, in ein großes Regelwerk aufgenommen.

Bei akuten Schmerzen wird oft schnelle Erleichterung bewirkt, ob es sich um Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen oder durch Rheuma, Verletzungen, Verdauungsprobleme, Nervenstörungen oder durch Wettereinflüsse bedingte Schmerzen handelt. Besserung läßt sich aber auch bei psychischen Problemen und vielen Funktionsstörungen erreichen.
Auch bei Ihrem Versuch abzunehmen oder sich das Rauchen abzugewöhnen, können wir Sie unterstützen.

Mögen Kosten und Tempo der chemischen Medizin auch auf den ersten Blick überzeugend sein und der Ungeduld mancher Patienten entgegenkommen, spätestens wenn Krankheiten immer wieder auftreten, muss ein Umlernprozess beginnen. In jeder ernsthaften Therapie erfordert dies eine aufrichtige Arbeit von Arzt und Patient mit dem Ziel der Lebensveränderung.
So kann es durchaus Sinn machen, wegen einer seelischen Störung anders zu essen oder wegen einer körperlichen Krankheit Atemübungen zu machen.
Üblicherweise muss eine Akupunktur einige Male wiederholt werden, bis der Körper den erneuerten verbesserten Energiefluss selbst aufrecht erhalten kann. Die akupunktierten Patienten äußern sich etwa so: „Es schmerzt etwas, aber es ist auch ein angenehmes Gefühl, es tut mir gut und wirkt entspannend:“